»
International
 
 
 
 
Site Information
►  Kontakt
►  Wegbeschreibung
►  AGB
►  Impressum
►  SiteMap
STAUF
Klebstoffwerk GmbH
Oberhausener Straße 1
57234 Wilnsdorf
Tel.: +49 (0)2739 301-0
Fax.: +49 (0)2739 301-200
 
1930-1961 PDF-Version Drucken

Dr. Werner Stauf
Vom Haut- zum Kaltleim
Dr. Werner Stauf (1900-1987)
war im Siegerland auch als der "Siffemann" (Seifenmann) bekannt, weil er in den Nachkriegsjahren mit dem Fahrrad selbst hergestellte Seife auf den Dörfern verkaufte.
 

Dr. Werner Stauf, der an der Universität Leipzig mit einer Arbeit über Gelatine promoviert hatte, trat 1930 in einer schwierigen Situation in den väterlichen Betrieb ein. Im Dritten Reich wurde das Leimleder durch die „Reichsstelle Chemie“ streng kontingentiert, so dass die Produktion stark eingeschränkt werden musste. Im Dezember 1939 erfolgte gar die staatliche Anordnung, die Leimfabrik STAUF zu schließen und sich einer „Arbeitsgemeinschaft“ anzuschließen.

Die Leimleder-Kontingente der Siegener Hautleimfabriken wurden ab 1940 in der Freudenberger Leimfabrik Otto Nöll verarbeitet. Dr. Werner Stauf entwickelte daraufhin ein Verfahren, um aus Schleifpapier- und Schleiftuchabfällen den darin enthaltenen Hautleim zurückzugewinnen. Diese Entdeckung ermöglichte die Wiederaufnahme der Produktion: Von 1941 bis 1944 wurden sämtliche Schleifmittelabfälle aus Deutschland in der Siegener Fabrik wiederverwertet.

Doch auch diese Produktionsweise fand ein abruptes Ende: Bei zwei Luftangriffen am 16. Dezember 1944 und am 1. Februar 1945 wurden die gesamten Fertigungsanlagen sowie alle Roh- und Fertigwarenbestände vernichtet.

 

Leimtafel und Leimflocken
Bis zum Zweiten Weltkrieg wurde Hautleim in Tafel- und Flockenform hergestellt.



Klebstoffe für den Bau

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges machte Dr. Werner Stauf aus der Not eine Tugend: Er entschloss sich, die Hautleimproduktion nicht wieder aufzunehmen. Schon seit Jahrzehnten hatten die Geruchsbelästigungen durch die tierischen Abfälle immer wieder zu Konflikten mit Anwohnern und Restriktionen durch die Behörden geführt.

Stattdessen entwickelte Dr. Werner Stauf einen neuartigen, aus überflüssigem Wasserglas hergestellten Leim. Mit dem Kaltleim „Viskos“ wurden die Weichen neu gestellt: Der große Erfolg schuf die ökonomische Grundlage für den Wiederaufbau der Firma. Der Kaltleim „Viskos“ ließ sich zur Verklebung von Holzfaserplatten auf Beton einsetzen und führte zur Spezialisierung auf Bauklebstoffe.

In der Folgezeit konzentrierte sich Dr. Werner Stauf ganz auf den Aufbau eines Fabrikationszweiges für Dispersionsklebstoffe. 1952 wurde mit dem „STAUF Rapid-M2A“ der erste Dispersionsparkettklebstoff zur vollflächigen Verklebung von Parkett auf den Markt gebracht.


   

Dezember 1944
Bei alliierten Bombenangriffen auf Siegen wurden die Fabrikanlagen 1944/45 vollständig zerstört.

 

Wiederaufbau
Nach den Zerstörungen des Weltkriegs wurde eine moderne Klebstofffabrik errichtet.

© 2012 STAUF Klebstoffwerk GmbH Top