| Diskussion "Kontakt von Klebstoff und Versiegelung" Erfahrungsaustausch gegen Fehler |
Boden Wand Decke | Mai 2006 |
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Richard Hlubek, Anwendungstechniker des Klebstoffherstellers Stauf, hatte nach eigenen Versuchsreihen ebenfalls festgestellt, dass 2-K-PU-Wasserlacke nahezu keine oder nur sehr geringe Reaktionen zeigen. 1-komponentige Lacke zeigten eine höhere Tendenz zur Mattierung, so Hlubek, der eine deutliche Abhängigkeit der Lackqualität von einer möglichen Verfärbung konstatierte. Peter Fendt, Obermeister der Innung Oberbayern, mahnte zur besseren Zusammenarbeit an. Jeder, der heute Materialien für den Fußbodenbau herstelle, müsse sich um den gesamten Aufbau kümmern und sein Produkt auf die Verträglichkeit mit anderen Materialien genauestens untersuchen. "Wir müssen uns alle besser austauschen, dann lassen sich Fehler vermeiden", so Fendt. Wolfram Schreiner vom technischen Service, Henkel Thomsit, wollte der Problematik nicht ganz folgen. Er verwies auf positive Erfahrungen mit nahezu 4 Millionen Quadratmeter elastisch eingestellter Parkettklebstoffe und einer demgegenüber verschwindenden Anzahl der genannten Erscheinungen. Außerdem sei der direkte Kontakt von Klebstoff und Versiegelung selbst bei stumpf gestoßenen Elementen wohl eher die Ausnahme. Nicht die Weichmacher an sich zu thematisieren, sondern eher deren unterschiedliche Qualität sei der richtige Ansatz. Sachverständiger Gerd F. Hausmann verwies auf Erfahrungen im Umgang mit Weichmachern aus dem Bereich der Bodenbeläge, wo der Austausch ehemals gängiger Weichmacher mit dem Schrumpfen zum Beispiel von PVC-Belägen in Zusammenhang gebracht wurde. Horst Spang, Berger-Seidle, wies auf das Verdunstungspotential von Weichmachern hin und forderte, eher hochmolekulare Typen einzusetzen, die im Gegensatz zu den niedermolekularen nicht aus dem Klebstoff auswanderten. |
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