|
In einer Pressekonferenz auf der „Domotex“ präsentierte die Stauf Klebstoffe GmbH die Geschäftszahlen für das zurückliegende Jahr. Und die können sich sehen lassen: Trotz eines verhaltenen Starts in den ersten Monaten konnte der Klebstoffspezialist für Parkett und Bodenbeläge vor allem im zweiten Abschnitt des Jahres den Umsatz deutlich steigern. Die besten Monaten waren laut Firmenstatistik der September und November. Allein für den deutschen Markt wird ein Umsatzplus von einem Prozent erzielt, was bei einem insgesamt rückläufigen Markt bemerkenswert ist.
Export mit deutlichem Zuwachs
Noch besser stellte sich 2004 das Exportgeschäft dar. Hier konnte das Ergebnis sogar um satte 6 Prozent ausgebaut werden. Der Gesamtanteil der Exportquote kletterte damit um zwei Punkte und beträgt nunmehr 32 Prozent das Unternehmensumsatzes. Besonders starke Absatzmärkte für Stauf sind Russland und Südamerika. Das annehmbare Ergebnis führt Vertriebsleiter Tim Schütter vor allem auf die Produktinnovationen zurück. „Hier hat sich 2004 einiges getan. Vor allem mit der Einführung des „WFR-S0“, dem ersten Lösemittel-Parkettklebstoff, bei dessen Verarbeitung die Einhaltung der Luftgrenzwerte nach TRGS 900 gewährleistet ist, haben wir einen echten Verkaufsschlager in Programm genommen.“ Die Entwicklung neuer Produkte geht auch 2005 weiter. Auf der „Domotex“ wurde der „PUK-445“, ein zweikomponentiger Polyurethanklebstoff mit elastischer Klebefuge, vorgestellt. Im Laufe des Jahres soll außerdem ein verbesserter, stark wasserreduzierter, elastischer Dispersionsklebstoff auf den Markt gebracht werden.
Fokus auf neuen Märkten
Gechäftsführer Wolfgang Stauf formulierte die unternehmerische Zielsetzung für 2005:“Aufgrund des hervorragenden Ergebnissen im zurückliegenden Jahr gilt erst einmal, das hohe Niveau zu halten und zu sichern. Sukzessiv und langfristig werden wir dann unsere Marktführerschaft weiter ausbauen. Dazu wird sicherlich die Ausweitung des Exportgeschäft weiter dazu beitragen.“ Im vergangenen Jahr hatte Stauf vor allem in Skandinavien und in Jugoslawien neue Märkte erschlossen. „Bis allerdings mit einem größeren Exportvolumen in diesen Ländern gerechnet werden kann, müssen bei den Einfuhrauflagen für chemische Produkte noch ein paar bürokratische Hürden genommen werden“, hieß es. Auch in Großbritannien ist das Unternehmen aktiv und baut derzeit „eine in sich geschlossene Vertriebsstruktur“ auf.
Preisanpassungen für 2005 unumgänglich
Erschwerend für die weitere positive Entwicklung wirken sich die immensen Preissteigerungen der Rohstoffe aus. „Die Teuerungsrate liegt bei mindestens 10 Prozent, teilweise über 20 Prozent für die Ausgangsstoffe der Klebstoffindustrie“, so wurde erläutert. Geschäftsführer Volker Stauf: „Aufgrund der mangelnden Akzeptanz im Markt haben wir in 2004 die Erhöhungen unserer Zulieferer vollends kompensieren müssen. Die unsererseits für 2005 angekündigte Preiserhöhung wird einen Teil dessen aufgefangen, was wir in der Vergangenheit an Einbußen haben hinnehmen müssen. Auch für 2005 rechnen wir mit geringer werdenden Margen, ohne dass die üblichen Kostensteigerungen wie die Lohnentwicklung überhaupt berücksichtigt sind.
|