| STAUF - Hochmodernes Werk eingeweiht Imagewandel inbegriffen |
Boden Wand Decke | September 2003 |
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Seit 1828 ist Stauf in der Klebstoffindustrie ein Begriff. Gleichsam zum 175. Jubiläum wurde nun ein neuer Firmenkomplex eingeweiht, der bei der Produktion von Bodenbelagklebstoffen Maßstäbe setzen wird.
Maßstäbe hat man bei der Firma Stauf in Siegen in puncto Parkettklebstoffe schon immer gesetzt. Das galt nicht nur für den Bereich der Lösemittelkunstharz-Klebstoffe, der von Stauf ganz wesentlich mitbestimmt wurde. Der Erfolg der WFR-Reihe ist im Parkettbereich nahezu ohne Vergleich. Mit dem „ Stauf Rapid M2 A“ zum Beispiel wurde 1952 der erste Dispersionsklebstoff auf den Markt gebracht. Heute ist Stauf in der Lage, die ganze Bandbreite der Fußbodenklebstoffe in eigenen Anlagen zu fertigen. Die Qualität und Fachkompetenz im Bereich Parkett- und Bodenbelagklebstoffe haben dazu geführt, dass Stauf – mittlerweile in der sechsten Generation familiengeführt - seinen Marktanteil in Deutschland auf geschätzte vierzig Prozent ausbauen konnte. Rund vierzig Prozent beträgt auch der derzeitige Exportanteil. Die größten Auslandsmärkte finden sich in Europa, Asien und Amerika. Zurzeit werden die Aktivitäten vor allem in Osteuropa ausgeweitet. Insbesondere das Baltikum, die ehemaligen sowjetischen jugoslawischen Staaten bieten interessante Perspektiven.
Rechtzeitig zum Jubiläum wurde der neue Unternehmenssitz in Wilnsdorf, in unmittelbarer Nähe des alten Standorts Siegen, eingeweiht. Die neue Produktionsanlage ist eine der modernsten Europas. Die Produktion erfolgt vollautomatisch und wird in allen Bereichen computergesteuert und –überwacht. Serienproduktion und kundenspezifische Sonderlösungen sind dank flexibler Fertigungssteuerung gleichermaßen möglich. Stauf verfügt bei Parkettklebstoffen über einkomplettes Produktfolio. Die Herstellung der einzelnen Klebstoffgruppen erfolgt auf vier verschiedenen, unabhängigen Produktionslinien. Insgesamt stehen der Produktion über 2600 Quadratmeter in dem neuen Gebäude zur Verfügung. Für Schulungen, die in Kooperation mit dem Handwerk und Herstellern von Parkettböden und Versiegelungslacken durchgeführt werden, wurde zudem ein rund 250 Quadratmeter großer Schulungs- und Produktionsbereich eingerichtet.
Der europaweiten Konjunkturflaute trotzt Stauf durch die Ausweitung des Exportgeschäfts. Im vergangenen Jahr konnte dadurch der Umsatz von neun Millionen Euro gehalten werden. Dazu sagt Verkaufsleiter Tim Schütter:“ Wir erwarten für dieses Jahr nicht nur den Umsatz national zu halten. Unser Ziel ist es, mindestens 50 Prozent unserer Produktion im Exportgeschäft abzusetzen. Zudem“, so Schütter, „werden wir uns im Außendienst weiter verstärken.“
Die Zukunft der Klebstoffentwicklung wird sich um die Fragen des Umwelt-, Verbraucher- und Verarbeiterschutzes drehen. Mit der in sich geschlossenen, nahezu emissionsfreien Produktionsanlage ist Stauf schon jetzt in der Lage, technische und innovative Produkte zu entwickeln, die hohen Umweltansprüchen genügen. Der Geschäftsführerin Siegrid Stauf steht mit ihren ebenfalls geschäftsführenden Söhnen Wolfgang und Volker Stauf eine neue Familiengeneration zur Seite. Das Image des sehr konservativen Klebstoffherstellers, der mit seiner unzweifelhaften und richtungsweisenden Kompetenz bisher immer etwas hinter dem Berg gehalten hat, erfährt nicht nur technisch, sondern auch personell einen Wechsel. Die Basis ist geschaffen, dass im Siegener Land auch zukünftig Klebstoffgeschichte geschrieben wird.
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