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STAUF
Klebstoffwerk GmbH
Oberhausener Straße 1
57234 Wilnsdorf
Tel.: +49 (0)2739 301-0
Fax.: +49 (0)2739 301-200
 
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Jubiläum bei STAUF
STAUF Klebstoffwerk GmbH kann auf 175-jährige Geschichte zurückblicken

Wirtschaft regional September 2003

Bereits in den Kirchenbüchern und Chroniken des 17. Jahrhunderts findet sich der Name STAUF. Und schon damals war er eng verknüpft mit dem produzierenden Handwerk. Während des dreißigjährigen Krieges als Gerberei in Siegen gegründet, waren es die wirtschaftlichen Umstände der napoleonischen Kriege des 19. Jahrhunderts, die Eberhard Stauf 1828 dazu bewegten, eine Hautleimsiederei aufzubauen. Seit diesen Zeitpunkt ist der Name STAUF aus der Klebstoffindustrie nicht mehr wegzudenken.

 
 
Nach der Zerstörung des Firmengeländes 1944/1945 wurde in den Aufbaujahren die Hautleimproduktion auf synthetische Leimprodukte umgestellt. „Über die Verleimung von Holz wurden die ersten Klebstoffe für Parkettböden entwickelt“, erinnert sich Siegrid Stauf, die heute zusammen mit ihren Söhnen Wolfgang und Volker das Unternehmen leitet. „Mit dem wachsenden Wohlstand in der Wirtschaftswunderzeit und dem technischen Fortschritt in der Klebstoffforschung wurden bei STAUF die Weichen für die Zukunft gestellt. Die Zeit der Hautleime war damit endgültig besiegelt.“
 
 
1952 brachte das Unternehmen seinen ersten Dispersionskleber auf den Markt, der auch heute noch verarbeitet wird. Mittlerweile in der sechsten Generation familiengeführt, ist STAUF weltweit als Spezialhersteller für Bodenbelagsklebstoffe ein Begriff.
 
 
 
 
 
Der Exportanteil liegt inzwischen bei rund 40 Prozent. Die größten Auslandsmärkte befinden sich in Europa, Asien und Amerika. Auch Osteuropa gewinnt als Absatzmarkt zunehmend an Bedeutung. Dabei stehen vor allem die baltischen Staaten sowie die Staaten der ehemaligen Sowjetunion und Jugoslawien im Mittelpunkt.
 
 
 
 
 
Rechtzeitig zum 175-jährigen Gründungsjubiläum konnte jetzt ein komplett neuer Betrieb in Wilnsdorf eingeweiht werden. Herzstück ist dabei eine computergesteuerte, vollautomatische Produktionsanlage, die zu den modernsten ihrer Art in Europa gehört. Die unterschiedlichsten Klebstoffe können hier praktisch auf Knopfdruck hergestellt werden. Dazu gehören nicht nur Serienprodukte, sondern auch kundenspezifische Sonderlösungen. Möglich wird dies durch eine flexible Fertigungssteuerung und eine permanente computergestützte Prozeßüberwachung. Die Herstellung der Klebstoffe erfolgt dabei auf vier verschiedenen, voneinander unabhängigen Produktionslinien. Insgesamt stehen hierfür über 2.600 Quadratmeter an Produktionsfläche zur Verfügung.

 
Der europaweiten Konjunkturflaute trotzte STAUF durch die Ausweitung des Exportgeschäfts. So konnte der Gesamtumsatz von neun Millionen Euro im vergangenen Jahr gehalten werden. Für das laufende Jahr sieht die Prognose noch besser aus. „Wir erwarten in diesem Jahr nicht nur den Umsatz national zu halten, sondern auch den Exportanteil noch einmal um neun Prozent ausbauen zu können. Mittelfristig ist es unser Ziel, mindestens 50 Prozent unserer Produktion im Exportgeschäft abzusetzen“, so Verkaufsleiter Tim Schütter. Dazu soll auch der Außendienst weiter verstärkt werden. Der Umweltschutz spielt bei STAUF ebenfalls eine sehr große Rolle. Mit der neuen nahezu emissionsfreien Fertigungsanlage ist man nun in der Lage, nicht nur umweltfreundlich zu produzieren, sondern auch die Entwicklung neuer, ökologisch verträglicher Klebstoffe maßgeblich mitzugestalten. „Hinzu kommt unsere langjährige Erfahrung in der Fußbodentechnik. Damit sehen wir uns auf einem guten Weg, hin zu technisch noch innovativeren und vor allem sicheren Produkten“, unterstreichen abschließend Wolfgang und Volker Stauf.

 


 
 
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