| Firma STAUF 175 Jahre alt Im Jubiläumsjahr auf Wachstumskurs |
Westfalenpost | Juli 2003 |
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Tradition, die Nähe zum Kunden sowie die hohen Fachkenntnisse im Bereich Leime und Klebstoffe sind laut Geschäftsführerin Siegrid Stauf die großen Vorzüge der Firma STAUF.
Das Klebstoffwerk – kürzlich von der Frankfurter Straße in Siegen ins Wilnsdorfer Industriegebiet „Lehnscheid“ umgezogen – feiert in diesen Tagen 175-jähriges Jubiläum. Bereits in den Kirchenbüchern und Chroniken des 17. Jahrhunderts findet sich der Name STAUF. Und schon damals war er verknüpft mit dem produzierenden Handwerk. Während des dreißigjährigen Krieges als Gerberei gegründet, waren es die wirtschaftlichen Umstände der napoleonischen Kriege des 19. Jahrhunderts, die den Firmengründer Eberhard Stauf 1828 eine Hautleimsiederei gründen ließen.
Seit diesem Zeitpunkt ist der Name STAUF aus der Klebstoffindustrie nicht mehr wegzudenken.
Nach der Zerstörung des Firmengeländer 1944/45 wurde in den Aufbaujahren die Hautleimproduktion auf synthetische Leimprodukte umgestellt. „Über die Verleimung von Holz wurden die ersten Klebstoffe für Parkettböden entwickelt“, erinnert sich Siegrid Stauf, die heute zusammen mit ihren Söhnen Wolfgang und Volker Stauf das Unternehmen leitet. „Mit dem wachsenden Wohlstand in der Wirtschaftswunderzeit und dem technischen Fortschritt in der Klebstoffforschung wurden bei STAUF die Weichen für die Zukunft gestellt. Die Zeit der Hautleime war besiegelt“.
Mit dem „STAUF Rapid M2A“ wurde 1952 der erste Dispersionsparkettklebstoff auf den Markt gebracht. Dieser Klassiker wird noch heute verarbeitet. Mittlerweile in der sechsten Generation familiengeführt, ist STAUF weltweit als Spezialhersteller für Bodenbelagsklebstoffe ein Begriff. Die hohe Qualität im Bereich der Parkett- und Bodenbelagsklebstoffe haben dazu geführt, dass STAUF seinen Marktanteil in Deutschland auf 40 Prozent ausbauen konnte. Rund 40 Prozent beträgt auch der derzeitige Exportanteil.
Rechtzeitig zum Jubiläum wurde der neue Unternehmenssitz in Wilnsdorf eingeweiht. Hier werden momentan 35 Mitarbeiter beschäftigt. Die neue Produktionsanlage ist eine der modernsten Europas. Die Produktion erfolgt voll automatisch und wird in allen Bereichen computergesteuert und -überwacht. Insgesamt stehen der Produktion jetzt über 2600 Quadratmeter zur Verfügung.
Der europaweiten Konjunkturflaute trotzte STAUF durch die Ausweitung des Exportgeschäfts. Im vergangenen Jahr konnte so der Umsatz von neun Millionen Euro gehalten werden. Für dieses Jahr erwartet man sogar einen Ausbau des Exportanteils um weitere acht Prozent. Zudem existieren erste Überlegungen, Auslandsniederlassungen zu gründen. „Das sind neue Wege für ein Familienunternehmen wie uns“, ist sich Wolfgang Stauf der Tragweite dieses Entschlusses bewusst. Auf dem deutschen Markt herrsche jedoch ein Verdrängungswettbewerb, bei dem der Kuchen jedes Jahr kleiner werde.
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