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STAUF
Klebstoffwerk GmbH
Oberhausener Straße 1
57234 Wilnsdorf
Tel.: +49 (0)2739 301-0
Fax.: +49 (0)2739 301-200
 
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STAUF feiert 175-jähriges Bestehen
Mit einer Leimsiederei fing im Jahr 1828 alles an

Siegerländer Sonntagsanzeiger Juni 2003

Vor wenigen Monaten begann für das Klebstoffwerk STAUF ein völlig neues Kapital Firmengeschichte: Die Produktion – hergestellt werden vor allem Parkettklebstoffe – wurde von Siegen nach Wilnsdorf verlagert. Nachdem sich der Firmensitz mehr als 174 Jahre an der Frankfurter Straße in Siegen befunden hatte, wurde das 175-jährige Bestehen des Traditionsunternehmens jetzt folglich in der Nachbargemeinde gefeiert. Mehrere hundert Gäste zelebrierten das Jubiläum an zwei Tagen.
 
Im Oktober 2002 wurde das hochmoderne Werk im Wilnsdorfer Industriegebiet in Betrieb genommen. Die veralteten Gebäude und die begrenzten Expansionsmöglichkeiten in Siegen wurden den aktuellen Erfordernissen nicht mehr gerecht. Ob das nun brach liegende Gelände in Siegen verkauft oder vermietet wird, ist noch ungewiss. Auf jeden Fall wird in den kommenden Wochen das restliche Inventar in den Gebäuden ausgeräumt.
 
Damit ist das Kapitel Siegen endgültig beendet. Im Jahre 1828 hatte es bescheiden begonnen, wie Geschäftsführerin Siegrid Stauf jetzt auf einer Pressekonferenz anlässlich des Firmenjubiläums erläutert. Sie führt das Unternehmen gemeinsam mit ihren Söhnen Wolfgang und Volker Stauf.
 
Vor 175 Jahren wurde ihr Vorfahre Eberhard Stauf von den schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen in Europa dazu gezwungen, den väterlichen Gerbereibetrieb um eine Leimsiederei zu erweitern. Tierhäute und Knochen wurden, vor allem für die Holzverarbeitung, zu Leim verarbeitet. Obwohl sich etliche Anwohner über die unangenehmen Gerüche beschwert hätten, „war es ein guter Geschäftszweit“, so Stauf,
 
Technische Errungenschaften wirkten sich auf die Firma STAUF positiv aus. Wilhelm Stauf modernisierte mit der Einführung der Dampfmaschine sowohl die Produktionstechnik als auch die Arbeitsweise. Auch die Anbindung des Siegerlandes an das Eisenbahnnetz führte zu einem wirtschaftlichen Aufschwung. 1914 wurde die Gerberei ganz aufgegeben, stattdessen wurde die Leimsiederei ausgebaut.
 
Nach dem Zweiten Weltkrieg – die Firmengebäude waren durch zwei Fliegerangriffe komplett zerstört worden – schwenkte Inhaber Werner Stauf in Richtung künstliche Bauklebstoffe um. 1952 wurde der erste Dispersions-Klebstoff auf den Markt gebracht. In ganz Europa wurden im Laufe der Nachkriegsjahrzehnte neue Absatzmärkte erschlossen.
 
Nach wie vor befindet sich die Firma STAUF auf Expansionskurs. Ziel sei es, Märkte im Nahen Osten, im Fernen Osten und in osteuropäischen Staaten zu erschließen, so Wolfgang Stauf. „Es gibt sogar Überlegungen, Auslandsniederlassungen zu gründen.“ Die Produktion allerdings bleibe auch zukünftig auf den Standort Wilnsdorf beschränkt.
 
In den neuen Produktionshallen, in denen derzeit 35 Mitarbeiter beschäftigt sind, laufen die Anlagen größtenteils vollautomatisch. „Es handelt sich um eine der modernsten Anlagen in Europa“, so Volker Stauf. Abschreckende Gerüche wie einst zu Gründungszeiten gehören dank der modernen Technik damit endgültig der Vergangenheit an.
 
 
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