| Chemielehrer im STAUF Klebstoffwerk: Impulse für den Schulunterricht Neugierig auf die Kartoffel-Batterie |
Siegener Zeitung | November 2005 |
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Chemie ist, wenn es stinkt und kracht? Fernab, irgendwo in abgeschirmten Laboratorien der Großindustrie? Nein, Lösungen und Produkte der zum Großteil mittelständisch geprägten Chemiebranche sind fester und allgegenwärtiger Bestandteil des Alltags. "Deshalb war es für uns geradezu eine Verpflichtung, ein Stück weit Öffentlichkeitsarbeit für unseren Wirtschaftszweig zu machen", betont Volker Stauf, Geschäftsführer der STAUF Klebstoffwerk GmbH. Das Wilnsdorfer Familienunternehmen richtete gestern gemeinsam mit dem westfälischen Chemie-Arbeitgeberverband und dem Chemielehrer-Fortbildungszentrum der Uni Dortmund eine Fortbildung für Lehrer aus der heimischen Region aus. Rund ein Dutzend Lehrkräfte - vom Hauptschul- bis zum Gymnasiallehrer - war gekommen. Sie erlebten einen spannenden wie lehrreichen Tag in dem Betrieb, der u. a. Markenprodukte für Parkettkleber herstellt. "Es galt, Ängste und Vorurteile gegen die industrielle Fertigung von chemischen Produkten zu nehmen und zugleich Chancen und Nutzen für den einzelnen Betrieb wie für die Allgemeinheit aufzuzeigen", so Gastgeber Volker Stauf. Er stellte den Lehrern die im Jahr 2002 nach Wilnsdorf umgesiedelte Firma mit aktuell 40 Mitarbeitern vor. "Es galt zudem, die Pädagogen, die ja auch ihre Schüler in der Berufsvorbereitung unterstützen können, Chemie im Unternehmensalltag erleben zu lassen, damit sie eine konkretere Vorstellung von der Anwendungsvielfalt bekommen", fügte Bernd Brucker vom Arbeitgeberverband (Bochum) hinzu. Seit geraumer Zeit führt der Verband bis zu vier Fortbildungsveranstaltungen dieser Art im Jahr mit jeweils wechselnden Themen durch. Schließlich seien die Lehrer Multiplikatoren, die diese Themen in Theorie und Praxis zu den Mädchen und Jungen transportieren. Brucker mit Blick auf den künftigen Nachwuchs an Fachkräften: "Lehrer prägen als Vorbild auch die Orientierung an Berufsbildern!" Schule und Wirtschaft müssen hier Hand in Hand arbeiten. Und es galt, so Martin Haverkamp vom Chemielehrer-Fortbildungszentrum, den Lehrern Impulse für den Unterricht mitzugeben. Nach der Betriebserkundung holte Haverkamp deshalb die Pädagogen aus dem Siegerland ins STAUF-Labor, um mit Ihnen einfache, aber effektive Experimente im Bereich "Batterie und Korrosion" vor allem für die Schüler der Sekundarstufe 1 durchzuproben. |
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