| STAUF Wir brauchen uns vor den Großen nicht zu verstecken |
Baustoff Partner | Februar 2008 |
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In seiner Nische fühlt sich Wolfgang Stauf bestens aufgehoben. „Wir bedienen nicht wie unsere Wettbewerber den Massenmarkt, sondern sind der kleine Spezialist, der feine, technische Lösungen anbietet, sagt der diplomierte Chemiker und Geschäftsführende Gesellschafter der Stauf GmbH, einer der führenden Anbieter von individuellen Klebstoffsystemen für Parkett und Bodenbeläge. Das seit 2002 im nordrhein-westfälischen Wilnsdorf in der Nähe von Siegen beheimatete Familienunternehmen entwickelt und produziert seit 180 Jahren Klebstoffe und hat sich vor allem einen Namen gemacht als Hersteller von innovativen Parkettklebstoffen. So mit dem Klebstoff „SMP-950“, der als einziger seiner Art keine weichmachenden Substanzen enthält und in der Version „SMP-950“ zudem über eine integrierte Feuchtigkeitssperre verfügt. Mit gesundem Selbstbewusstsein verweist Wolfgang Stauf auf die Entwicklung des Unternehmens, das er zusammen mit seinem jüngeren Bruder Volker Stauf und seiner Mutter Siegrid Stauf leitet. Mit der Inbetriebnahme der neuen Produktionsanlage in Wilnsdorf und der damit verbundenen Aufgabe des alten Standorts in Siegen habe die Stauf GmbH vor gut fünf Jahren ihre „Ausrichtung und Einstellung“ geändert. „Wir sind nicht mehr so der Handwerksbelieferer, sondern verstehen uns jetzt als Industriefirma“, so Wolfgang Stauf im Gespräch mit dem BAUSTOFF PARTNER auf der Domotex. „Wir sind zwar ein mittelständisches Unternehmen, aber wir brauchen uns vor den Großen nicht zu verstecken.“ Stauf verstehe sich als „Systemanbieter mit ganzheitlichen Ansatz“, so Dr. Frank Gahlmann. Der Leiter der Produkttechnik, seit 1993 im Unternehmen und verantwortlich für die Neu- und Weiterentwicklung der Stauf-Produkte, verweist in diesem Zusammenhang vor allem auf bauphysikalische Anforderungen wie Tritt- und Raumschallreduzierung. „Dabei spielt die Untergrundvorbereitung oft die entscheidende Rolle“, sagt Dr. Gahlmann. „Und dafür offerieren wir Komplett-, als auch Problemlösungen. Deshalb legt man bei Stauf großes Augenmerk auf die Forschung und auf die Neuentwicklung von Produkten. „Es hat in unserer Branche einen technologischen Wandel gegeben“, sagt Wolfgang Stauf. „Zudem müssen wir uns auch anderen Themen stellen, zum Beispiel dem Thema Ökologie“. Als Stichworte nennt er die „Umwelt- und Gesundheitsverträglichkeit“ von Klebstoffen, obwohl für 99 % aller angebotenen Klebstoffe eine Gefahrenkennzeichnung nicht nötig sei. Der Schutz für Verbraucher und Verarbeiter habe „die Entwicklung in der Branche katalysiert“ und sei die „Haupttriebfeder“ für Innovationen gewesen. „Wir legen großen Wert darauf, dass unsere Produkte gesundheits- und umweltverträglich sind und wir nicht erst durch den Gesetzgeber dazu gezwungen werden“. Allerdings sei es „brutal schwer“ so Wolfgang Stauf, das Image, das der chemischen Industrie seit den 80er Jahren anhafte, so zu verbessern, dass es den heutigen Gegebenheiten entspreche. Für die Zukunft rechnet Wolfgang Stauf damit, dass die „Universalität der Klebstoffe“ und die „Internationalisierung“ eine entscheidende Rolle spielen werden bei der Entwicklung des Unternehmens. Schon jetzt liege der Exportanteil bei rund 50 %, Tendenz steigend. Vor allem auf dem nordamerikanischen Markt ist Stauf sehr erfolgreich. Weshalb Wolfgang Stauf jetzt persönlich das Vertriebsgeschäft in den USA der dort stetig wachsenden Nachfrage anpassen wird. Aber auch in den osteuropäischen Ländern sieht Wolfgang Stauf viele Möglichkeiten für sein Unternehmen. „Wir wollen dort weiter expandieren, denn dort gibt es einen großen Nachholbedarf.“ Im vergangenen Jahr hat Stauf seinen Gesamtumsatz um 6 % auf insgesamt 15 Mio. € steigern können, womit man das gesteckte Ziel erreicht habe. Was den deutschen Markt betrifft, rechnet Wolfgang Stauf damit, dass „die Talsohle durchschritten ist“ und es aufwärts gehe. Die gute gesamtwirtschaftliche Lage wird sich seiner Meinung jetzt auch im privaten Renovierungsbereich auswirken, nachdem zuletzt hauptsächlich der Objektbau geboomt habe. „Grundsätzlich profitieren wir davon, dass immer mehr Parkettböden in gewerblichen Räumen verlegt werden“, sagt Stauf, der das Unternehmen weiter nach der Maxime seines vor zehn Jahren verstorbenen Vaters, Helmut Stauf, leiten will: “Ein gutes Unternehmen, das bestehen bleiben will, muss jung, dynamisch und beweglich bleiben und täglich schöpferische Ideen entwickeln." |
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