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STAUF
Klebstoffwerk GmbH
Oberhausener Straße 1
57234 Wilnsdorf
Tel.: +49 (0)2739 301-0
Fax.: +49 (0)2739 301-200
 
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3 Fragen an Wolfgang Stauf
STAUF baut USA-Geschäft aus
ParkettMagazin Juli 2008

Das STAUF Klebstoffwerk investiert gegenwärtig in den Ausbau seiner Tochtergesellschaft STAUF USA Adhesive LLC. Die Maßnahmen werden direkt vom STAUF-Geschäftsführer Wolfgang Stauf koordiniert, der dazu mindestens bis Ende des Jahres 2008 in den USA bleiben wird. Am Standort in Memphis/Tennessee gibt es bereits ein Lager und ein Verwaltungsgebäude. Beschäftigt sind dort acht Mitarbeiter. STAUF-Produkte werden seit sechs Jahren auf dem amerikanischen Markt angeboten. ParkettMagazin sprach mit Wolfgang Stauf über Chancen und Risiken im amerikanischen Markt.

ParkettMagazin: Wie schätzen Sie den amerikanischen Klebstoffmarkt verglichen mit anderen Märkten ein?
Wolfgang Stauf: Der US-Markt ist derzeit sehr schwierig, da er sich nach unten entwickelt und das Ende der negativen Entwicklung im Bausektor noch nicht abzusehen ist. Wir wollen versuchen, mit personeller Unterstützung das Bestmögliche aus diesem Markt herauszuholen. Es kann jedoch sein, dass allein durch den schlechten Wechselkurs und die Krise auf dem Immobilienmarkt diese Bestrebungen zunichte gemacht werden. Im Vergleich dazu herrscht in Deutschland ein reiner Verdrängungswettbewerb. In Westeuropa ist es (noch) nicht ganz so schlimm, aber auch in angrenzenden Ländern werden mehr Kunden abgeworben als dass neue Kunden hinzukommen. In Osteuropa gibt es noch echtes Wachstum, aber dort ist es aufgrund sprachlicher und kultureller Unterschiede schwierig, sich im Markt zu etablieren.

ParkettMagazin: Welche Vertriebswege nutzen Sie? Kommen die deutschen Verlegewerkstoffe in den USA 1:1 auf den Markt?
Wolfgang Stauf: Im Gegensatz zu Deutschland wird hier streng über den Handel verkauft, ein Direktbezug ist nicht gern gesehen und sehr personalaufwändig. Produziert wird ausschließlich in Deutschland. Die Produkte wurden nur leicht modifiziert, um den US-Gesetzen zu genügen.

ParkettMagazin: Ist der Amerikanische Klebstoffmarkt genauso umkämpft wie der deutsche? Und gibt es einen qualitativen Unterschied zu deutschen Verlegewerkstoffen?
Wolfgang Stauf: Der Fußboden-Klebstoffmarkt wird unter wenigen Marktteilnehmern aufgeteilt, allerdings sind es eher Großkonzerne als Mittelständler, die den Markt beherrschen. Dementsprechend schwieriger und finanziell aufwändiger ist es für Neueinsteiger, sich neben den Riesen zu behaupten. Die US-Verlegewerkstoffe funktionieren genauso gut wie die europäischen. Wir sind hier nicht in einem sich entwickelnden Markt wie etwa in Osteuropa, wo man auf den ersten Blick deutliche Qualitätsunterschiede zwischen lokaler Produktion und Importen feststellen kann. Ein Unterschied besteht möglicherweise in der chemischen Basis, auf der die Produkte aufgebaut sind. Aufgrund historischer Entwicklungen und Verfügbarkeit bestehen die Klebstoffe hier aus anderen Rohstoffen, die aber ihren Zweck genauso erfüllen wie europäische Produkte.

 
 
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