Wilhelm Stauf Vom Handwerk zur Fabrik |
Wilhelm Stauf (1831-1906) baute die Leimfabrik STAUF aus. Er war auch für seine sozialen Aktivitäten als Armenpfleger bekannt. |
 |
|
Nach dem Tod des Firmengründers Eberhard Stauf übernahm dessen Sohn Wilhelm Stauf 1862 die Leitung der Firma. Er modernisierte die Leimfabrik. Zwar blieb das traditionelle handwerkliche Verfahren der Hautleimherstellung bis ins späte 19. Jahrhundert unverändert. Doch technische Neuerungen ermöglichten die ganzjährige und wesentlich effizientere Leimproduktion.
Wilhelm Stauf beteiligte sich außerdem an anderen Firmen: Zusammen mit Eduard Giesler aus Siegen sowie den Gewerbetreibenden Vollpracht und Weiss aus Hilchenbach gründete er die „Stift Keppeler Filzfabrik“, die später zeitweilig die größte Deutschlands war. In der Filzfabrik wurden Tierhaare verarbeitet, die in den Gerbereien angefallen waren.
Als Unternehmer erkannte Wilhelm Stauf die Zeichen der Zeit: Er gab das unrentabel gewordene Gerbereigewerbe auf. Stattdessen arbeitete er an der Erschließung neuer Eisenerzgruben und beteiligte sich mit seinem Schwiegersohn Emil Peipers an der Gründung einer bis heute bedeutenden Walzengießerei.
|
 |
|
|
|
Trocknungsbau 1865 erhielt die Leimfabrik STAUF einen großen Trocknungsbau für die natürliche Trocknung von Hautleim-Gallerttafeln.
|
|
Emil Peipers AG Noch heute produziert die Gontermann-Peipers GmbH an der Weiß in Siegen.
|
|