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STAUF
Klebstoffwerk GmbH
Oberhausener Straße 1
57234 Wilnsdorf
Tel.: +49 (0)2739 301-0
Fax.: +49 (0)2739 301-200
 
Het bedrijf  ►  1828-1862 PDF-Version Drucken

Eberhard Stauf
Gerber und Leimsieder
Eberhard Stauf (1790-1868)
war der Begründer der Leimfabrik.
Noch heute findet man seinen Namen in der Firmenbezeichnung der Kapitalgesellschaft
Eberh. Stauf GmbH & Co. KG.
 

Der Weg von einer kleinen Leimsiederei zu einer modernen Klebstofffabrik ist die Konsequenz aus den sich stetig verändernden Bedingungen des regionalen Wirtschaftsraumes. Die Industrialisierung des Siegerlandes beruhte auf seinen besonderen natürlichen Voraussetzungen. Die Erzvorkommen ermöglichten den Bergbau sowie ein florierendes Hütten- und Hammerwesen.

Aus den Chroniken der Stadt Siegen geht hervor, dass Johann-Jacob Stauf schon 1654 dem Beruf des Rotgerbers nachging. Auch die nachfolgenden Generationen übten dieses Handwerk aus. So war auch Eberhard Stauf, der Gründer der Leimfabrik, in erster Linie Gerber. Als die napoleonischen Kriege und die Kontinentalsperre jedoch die Einfuhr von Tierhäuten aus Übersee unterbanden sah sich Eberhard Stauf gezwungen, eine zusätzliche Erwerbsquelle zu erschließen.

Als einer der ersten Siegerländer Gerber errichtete er im Jahre 1828 eine Leimfabrik, um die Abfälle der eigenen Gerberei zu verarbeiten. Bei der Herstellung von 100 kg Sohlleder blieben immerhin 14 kg Fleisch- und Fettabfälle, das sogenannte „Leimleder“, übrig. Außerdem lieferte die Weiß das benötigte saubere Wasser. Das Siegerland war bis zum Aufkommen von synthetischen Klebstoffen einer der wichtigsten Standorte der deutschen Hautleimindustrie.

 
   

Scheren
Mit Schereisen entfernten die Gerber Fleischreste und Tierhaare von den Häuten.

 

Waschmaschine
In sogenannten "Waschholländern" wurde das Leimleder mit Frisch-wasser gereinigt.



In den Hautleimfabriken musste das Leimleder zunächst gereinigt und anschließend in den sogenannten „Äschergruben“ bis zu zehn Wochen lang in eine Kalkmilchbrühe eingelagert werden. Dadurch lockerte sich die Faserstruktur.

Bei der anschließenden Leimlederwäsche wusch man die Kalkrückstände in speziellen Waschmaschinen rund 48 Stunden lang mit frischem Wasser gründlich aus. Danach begann der eigentliche Siedevorgang: Das Leimleder und Wasser wurden in großen offenen Siedebottichen erhitzt, um den Leim auszuschmelzen.

Anschließend wurde diese konzentrierte Brühe mit Konservierungsmitteln versetzt, in niedrige rechteckige Kästen gefüllt und in besonderen Kühlräumen zum Erstarren gebracht. Nach dem Erkalten löste man die Gallertblöcke aus den Kästen und schnitt sie in handliche Tafeln, die in speziellen Bauten trocknen mussten.

     

Pressen
In handbetriebenen Pressen wurde das Leimleder entwässert.

 

Die Leimsieder
Der zeitgenössische Druck verdeutlicht die typischen Arbeitsgänge in einer handwerklichen Leimsiederei.

Schneidemaschine
Auf der Leimschneidemaschine wurden die Gallertblöcke zu Tafeln geschnitten.

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