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STAUF
Klebstoffwerk GmbH
Oberhausener Straße 1
57234 Wilnsdorf
Tel.: +49 (0)2739 301-0
Fax.: +49 (0)2739 301-200
 
Het bedrijf  ►  1900-1930 PDF-Version Drucken

Ernst Stauf und Richard Stauf
Blütezeit und Krisenjahre
Die Brüder Ernst (l., 1862-1949) und Richard Stauf (1868-1956) führten das Unternehmen gemeinsam durch turbulente Jahrzehnte.  

Mit der Jahrhundertwende übernahmen die Brüder Ernst und Richard Stauf die Leitung der Firma. Die Jahre bis zum Ersten Weltkrieg waren die Blütezeit der Hautleimindustrie.

Die eingeführten technischen Produktionsverfahren führten zu deutlichen Verbesserungen der Leimqualität. Vor dem Siedevorgang konnte man das Leimgut mit Pressen entwässern und anschließend mit Dampf schonend erhitzen.

Die zehnprozentige Leimbrühe musste dann nicht mehr offen verkocht werden, sondern wurde in einem Vakuumverdampfer auf einen Leimgehalt von 30 bis 45 Prozent gebracht. Aus der erstarrten Gallerte wurden wieder Tafeln geschnitten, die dann im beheizten Trocknungsbau nur noch 10 bis 14 Tage trocknen mussten.

Der steigende Rohstoffbedarf ließ sich jedoch aus den Gerbereien der Region nicht mehr decken. Zu einem großen Teil musste das Leimleder aus Übersee importiert werden. Der intensive Geruch des Leimleders gehörte in dieser Zeit zum Alltag der Siegener Anwohner.

Der Erste Weltkrieg beendete den Aufschwung der Hautleimindustrie. Obwohl die Nachfrage nach Leim ungebrochen war, machten die Kriegswirren und der Rohstoffmangel eine rentable Produktion unmöglich. Daher mussten die Gebrüder Stauf die Leimfabrik von 1915 bis 1920 stilllegen. Von den rund 140 Haut- und Knochenleimfabriken, die es vor dem Ersten Weltkrieg in Deutschland gegeben hatte, waren 1920 nur noch 88 tätig.

In den Nachkriegsjahren erlebte die Hautleimindustrie bis 1923 einen kurzen Aufschwung. Als sich jedoch der Welthandel reorganisierte, verschärfte sich auch die Konkurrenzsituation auf dem Rohstoffmarkt. Die Wirtschaftskrise und die politischen Unruhen ab 1929 machten alle Hoffnungen auf eine Erholung zunichte.


     

Vakuumverdampfer
Um der Leimbrühe Wasser zu entziehen, dickte man sie im Vakuumverdampfer ein.

 

Trockenraum
In speziellen Trockenräumen wurden die Tafeln zehn bis vierzehn Tage lang getrocknet.

Einrichtung der Trocknungsanlage
Auf Transportwagen für Netzrahmen wurden die Hautleim tafeln in die ventilierte Trocknungsanlage gebracht.
       
Leimfleisch
Die Lagerung des Leimfleisches unter freiem Himmel verursachte Geruchsbelästigungen.
     

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