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27Mar2020

Der neue Bühnenboden im Brügger Konzerthaus: Eine handwerkliche Meisterleistung im Eiltempo

Im Sommer 2019 begannen für die Mitarbeiter von Parket Seye aus dem flämischen Oudenburg die Ferien später als gewöhnlich: Während der aufführungsfreien Sommerpause sollten sie in nur sechs Wochen den alten Bühnenboden im Saal des weltbekannten Concertgebouw Brügge entfernen und einen neuen verlegen. Die Frist musste unbedingt eingehalten werden, da Anfang August die Aufführungen wieder starteten.

„Einen Bühnenboden kann man nicht mit einem traditionellen Parkettboden vergleichen", erklärt Franky De Smet von Parket Seye. „Auch nicht mit einem stark beanspruchten Boden wie in einem Gastronomiebetrieb. Auf der Bühne wird der Boden sehr intensiv genutzt, jede Woche finden mehrere Shows statt. Das bedeutet, dass jedes Mal ein Bühnenbild auf- und abgebaut werden muss, was den Boden extrem beansprucht. Neben den ständig bewegten Materialtruhen verfügt die Bühne über sieben Türme von je 1,5 Tonnen, an denen Requisiten, Leinwände und Vorhänge aufgehängt sind. Diese Türme werden auch ständig auf dem Boden bewegt. Die Planken stehen also unter starker Belastung. Der Bühnenboden war erst 16 Jahre alt, aber er war völlig abgenutzt.“

Ein Wettlauf gegen die Zeit  

Die Verlegung eines 1150 qm großen Parkettbodens erfordert nicht nur technische Fertigkeiten, sondern auch anspruchsvolle Planung und Logistik. Mit einem Team von 6 bis 8 Bodenlegern in nur sechs Wochen war es ein echter Wettlauf gegen die Zeit. Lange im Voraus hatten sich Franky de Smet und seine Kollegen Gedanken über den Bauzeitplan und die Logistik gemacht. Glücklicherweise konnten sie die bestehende Infrastruktur des Konzertsaals nutzen. So war ein vorhandener großer Lastenaufzug bei der Entsorgung des alten Bodenbelags sehr hilfreich. Die alten Dielen wurden direkt in einen Container im Aufzug geworfen, auf Bodenebene gefahren und zu einem Biomassekraftwerk transportiert. Schnell und effizient.

Zunächst reparierten und verstärkten die Bodenleger die Holzsparren, welche den Bühnenboden tragen sollten. Als nächstes verlegten sie einen Unterboden aus OSB-Platten. Auch hier erwies sich der Aufzug als sehr praktisch. Auch über die Installationsmethode hatten sie sich im Vorfeld viele Gedanken gemacht. „Wir legten zunächst einen zentralen Weg fest, von dem aus kleine Teams von 2 bis 3 Personen in alle Richtungen weiterarbeiteten“, schildert de Smet. „So konnten wir arbeiten, ohne uns gegenseitig zu behindern, und die bearbeitete Fläche wuchs sternförmig in alle Richtungen. Dann haben wir den Boden auf die OSB-Platten geklebt und genagelt.

Beim Bodenbelag hatte man sich für eine hochwertige Douglasie entschieden. Diese Art ist etwas weicher als Eiche, aber auch flexibler. Wenn das Holz sich aufgrund seiner natürlichen Eigenschaften durch eine schwere Last verformt hat, kehrt es mit der Zeit in seine ursprüngliche Form zurück, was bei Eiche nicht der Fall ist. Wegen der hohen Belastungen auf der Bühne spielte dieser Faktor bei der Wahl der Holzart eine wichtige Rolle. Parket Seye verlegte 9 cm breite, bis zu 8 Meter lange und 9 mm dicke Fußbodendielen. Diese wurden mit dem STAUF Parkettklebstoff SPU 570 verklebt, dem Topprodukt der verarbeiterfreundlichen Reaktionsharzklebstoffe. Er ist für eine dauerhaft kraftvolle, schubfeste Verklebung von Parkett und großformatigen Dielen geeignet. STAUF SPU 570 ist ein einkomponentiger Klebstoff, der Festigkeitswerte erreicht, welche zuvor nur von 2-komponenten PU-Klebstoffen erreicht wurden. Das finale Finish erhielt der Boden mit einem hochwertigen schwarzen Öl, welches optische Reflektionen auf der Bühne verhindert.

Ein komplexes Projekt

Die Verlegung des Parkettbodens war umso komplexer, als die Bodenleger die auf der Baustelle zahlreich vorhandene Technik berücksichtigen mussten. Unter der Bühne sind kilometerlange Kabel versteckt. Überall mussten neue Kabelkanäle und Abdeckungen installiert werden. Die größte Herausforderung aber stellten die beweglichen Teile der Bühne dar: Der vordere Teil der Bühne ist versenkbar, um Raum für einen Orchestergraben oder zusätzliche Sitzplätze zu schaffen. Alle Dielen mussten auf Maß gesägt werden, damit sich die Bühnenelemente ungehindert bewegen konnten.

„Außerdem sollten alle Elemente so gut wie möglich zusammenpassen, damit das Publikum nicht sieht, dass die Bühne aus verschiedenen Teilen besteht“, erklärt Franky de Smet. „All diese Details und die viele Technik erforderten eine Menge an Maßarbeit und Anpassungen. Es war also eine wahnsinnige Arbeit, die in sechs Wochen erledigt werden musste. Aber dank der sorgfältigen Planung, der hochwertigen Produkte und einer tollen Teamleistung konnten wir das Projekt fristgerecht fertigstellen.“

Der neue Bühnenboden im Brügger Konzerthaus: Eine handwerkliche Meisterleistung im Eiltempo
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