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10Jun2004

Trampeln erlaubt

Kindergetrappel, ein Hin und Her von Buggys und Dreirädern und Stuhlgerücke, Tigerenten und andere Kuscheltiere toben mit den Kleinen durch die Räume. In den Gruppenräumen im Evangelischen Kindergarten „Arche“ im südwestfälischen Allenbach ist immer Leben. Durch den Eintrag von Sand, Schmutz und Feuchtigkeit, vor allem aber durch die mechanische Belastung der Spielgeräte und Spielfahrzeuge muss der Bodenbelag hier einiges aushalten können.

Anforderungen, denen der alte Boden aus Eiche-Holzpflaster nicht mehr gewachsen war. Die starken Belastungen haben im Laufe der Jahre ihre Spuren hinterlassen. Auf der Suche nach dem idealen Fußbodenbelag ließ man sich von der Firma STAUF Klebstoffwerk beraten und entschied sich schließlich für einen Linoleumbodenbelag.

Linoleum, ein Naturprodukt, das durch aufwendige Bearbeitung aus oxidierendem Leinöl gewonnen wird, ist ein langlebiges  und strapazierfähiges Material. Seine Druckfestigkeit, seine anitbakterielle Oberfläche und die gute Antistatik machen ihn zu einem Bodenklassiker für Industrie und öffentliche Gebäude. Allerdings ist die Verlegung von Linoleum nicht ganz ohne. Für die Langlebigkeit ist die sorgfältige Auswahl der Produkte für die Bodenvorbereitung und die Verlegung entscheidend. 

Die Problemstellung beim Neuverlegen in dem Kindergarten: Nach dem Entfernen des Holzplasters war der Estrich infolge des Ausbruchs in der Oberfläche sehr uneben. Durch eine feuchtebedingte Ausdehnung entstanden zudem Risse im Estrich. Dieser musste neu gespachtelt werden. Mit einem Winkelschleifer wurden zuerst die Estrichrisse auf ca. 5 mm verbreitert und quer zu den Rissen der Estrich auf einer Länge von einigen Zentimetern eingeschnitten. Dies schuf Platz für Stahlklammern, die für den Verbund der zu verlegenden Teilstücke dienten. 

Für das Aufgießen der Risse eignet sich der gut eindringende und schnell erhärtende Polyester-Gießharz „EGH-30“ von STAUF. Nach einer Härtezeit von einer Stunde konnte mit der lösemitel-und wasserfreien Epoxidharz-Grundierung „VEP-190“ von STAUF, die über eine gute Penetration und Haftung sowie eine wasserdampf-diffusionsbremsende Wirkung verfügt, der Estrich vorgestrichen werden.

Nach dem Auftrag wurde der Untergrund mit Quarzsand (0,4 bis 0,8 mm) abgestreut, um eine griffige Oberfläche für die Aufnahme des Dünnestrichs zu schaffen. Eine 15mm hohe Schicht aus Dünnestrich musste aufgebracht werden, um die Höhendifferenz des alten Holzpflasters und des neuen Linoleumbelags zu den anderen Räumen auszugleichen. Vor der Aufnahme der Spachtelmasse wurde der Dünnestrich einmalig mit dem Dispersionsvorstrich „VDP-170“ von STAUF grundiert. Mit einer Schaumstoffrolle wurde dieser dünn aufgetragen, sein Verbrauch liegt bei günstigen 100g/m². Der „VDP-170“ ist ebenfalls lösemittelfrei, emissionsarm(EC1) und besitzt gutes Eindringvermögen auf saugfähigem und poröse Untergrund.

Spachtelmasse „SPP-95“

Nach einer Trocknungszeit von 60 Minuten kann die Spachtelmasse aufgebraucht werden. Hierbei entschied man  sich für die zementäre Spachtelmasse „SPP-95“ von STAUF mit einer Schichtstärke von 2mm. Diese Spachtelmasse ist selbstverlaufend, die Schichtdicke kann durch eine Rakel reguliert werden. Mit Hilfe einer Stachelwalze wird die Masse entlüftet. Die Spachtelung schafft eine ebene, gleichmäßige und saugfähige Oberfläche. Sie ist zudem spannungsarm und kunstharzvergütet. Die Trocknungszeit beträgt rund 48 Stunden.

Linoleumklebstoff „B2D-340“

Danach wurde der Linoleumklebstoff „B2D-340“ von STAUF mit der Spachtelzahnung „Nr.2“ aufgetragen. Dieser besitzt ideale Eigenschaften für das Verkleben von Linoleum. Er bindet schnell ab, um die Dimensionsänderungen des Linoleums beim Verlegen aufzuhalten. Der Verbrauch betrug beim Kindergarten Arche 350g/m². Seine besonderen Eigenschaften: kurze Ablüftzeit, gute Benetzung der Jute-Rückseite des Linoleums sowie gute Anzugsmöglichkeiten, hohe Frühfestigkeiten und große Maßstabilität der ausgehärteten Klebstofffugen. Schließlich konnte in den Gruppenräumen mit der Verlegung der Linoleumbahnen begonnen werden. Das Linoleum wurde vor Auftrag des B2D-340“ ausgelegt, grob zugeschnitten und die Fabrikationskante begradigt. Nach einer kurzen Ablüftzeit wurde der Linoleumbelag in das Klebstoffbett eingelegt und angewalzt. Die Längskanten wurden mittels Nahtanreißer und Naht schneider so zugeschnitten, dass zwischen den Bahnen eine Fuge von 0,5mm verblieb. Nach ca. 40 Minuten wurde das Anwalzen noch einmal wiederholt. Nachdem drei Tage später die Nähte verschweißt wurden, wurde der Linoleumboden freigegeben.

  • Produkte: Dispersionsvorstrich STAUF VDP-170 / Spachtelmasse STAUF SPP-95 / Dispersionslinoleumklebstoff STAUF B2D-340
  • Verlegebetrieb: Fußboden König, Olpe
  • veröffentlicht: gekürzte, veränderte Version in Magazin "Baustoffpartner", Juni 2004
Aussenansicht-Giebel 480x360
Flur1 300x400
Gruppenraum1 300x400
Gruppenraum3 480x360
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