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10Jan2014
Fussbodentechnik

Klebstoffe zur schubfesten oder weichplastischen Verklebung

Vor zehn Jahren wurde Stauf im Markt in erster Linie als Parkettklebstoffhersteller wahrgenommen. Dieser Eindruck muss aktuell korrigiert werden: Die Wilnsdorfer haben sich durch geschickte Übernahmen und eine kontinuierliche Produkt-Entwicklung zum Vollsortimenter aufgeschwungen, der zudem lukrative Nischen wie den Sportstättenbau für sich entdeckt hat. Stauf zeichnet sich zudem dadurch aus, dass man sämtliche Klebstoffsysteme selbst produziert – und nicht wie branchenüblich zum Teil zukauft. Wie positiv die Entwicklung von Stauf ist, erfuhr FussbodenTechnik bei einem Besuch am Unternehmensstandort in Wilnsdorf.

Fragt man Stauf-Geschäftsführer Volker Stauf, worauf er in seinem Unternehmen besonders stolz ist, dann sagt er: „Mich freut besonders, dass wir eine ständige Entwicklung im Produktionsprozess haben.“ Es gibt bei dem Verlegewerkstoffhersteller Mitarbeiter, die sich täglich mit der Optimierung der Produktionsanlage und der Prozesse beschäftigen. „Diese Mitarbeiter sind nicht nur an der Anlage ausgebildet worden, sie arbeiten ständig an der Erweiterung mit und haben eine persönliche Beziehung dazu“, weiß Volker Stauf. Die Komplexität der Anlage hat sich in den vergangenen Jahren ständig weiter entwickelt: Nach dem Umzug aus Siegen startete man in Wilnsdorf zunächst im Ein-Schicht-Betrieb. Heutzutage läuft die Anlage rund um die Uhr im Drei-Schicht-Betrieb, um zeitaufwändige Rüstzeiten zu vermeiden. In der Früh- und und der Spät-Schicht sind fünf bis sieben Mitarbeiter in der Produktion tätig, nachts reichen drei. Durch die permanente Produktion kann Stauf Lieferzeiten verkürzen und flexibel auf kurzfristige Bestellungen reagieren. 

Kerngeschäft Klebstoff

Ursprünglich stand die Marke Stauf vorwiegend für Parkettklebstoffe. Aus dieser Kernkompetenz hat sich in den vergangenen Jahren ein Vollsortimenter entwickelt. Mit der Übernahme der Marke Ibola hat man zusätzlich Klebstoffe für elastische und textile Bodenbeläge etabliert.In Wilnsdorf werden sieben verschiedene chemische Technologien bei der Entwicklung und Produktion von Klebstoffen und Grundierungen eingesetzt: silanfunktionelle Prepolymere (MS-Polymere und silanterminierte PU-Prepolymere), einkomponentige, feuchtigkeitsreaktive Polyurethane, 2 Komponenten-Polyurethansysteme, Epoxidharzsysteme, dispersionsbasierte Produkte (Vinylacetat und Acrylat), lösemittelbasierte Produkte und Pulverklebstoff. 

Entwicklungsleiter Dr. Frank Gahlmann betont, dass Stauf keine Klebstoffe zukaufen müsse und die Produktion komplett in der eigenen Hand habe: „Die Technologien sind bei uns vorhanden, das ist bei unserer Unternehmensgröße schon etwas Besonderes.“ 

Das Unternehmen wuchs in den vergangenen zehn Jahren von 35 auf 70 Mitarbeiter, die einen Umsatz von rund 22 Mio. EUR jährlich erzielen (2003: rund 10 Mio. EUR). Die Zuwächse von Stauf sind in erster Linie im Ausland generiert worden. Der Exportanteil liegt aktuell bei 60 %, 2003 lag er noch bei 25 %. In zweiter Linie ist das Wachstum auf das größere Produkt-Portfolio zurückzuführen. Lag die Menge der Jahresproduktion früher bei 4.500 t jährlich, „kratzt“ man mittlerweile an der 10.000-t-Marke.

Wie möchte der ehemalige Spezialist für Parkettkleber aktuell im Markt wahrgenommen werden? „Die Klebstoff-Technologie ist unser Kerngeschäft und daraus entwickeln sich Geschäftsfelder in der Fußbodentechnik mit der Bodenbelag- und Parkettklebung und der Untergrundvorbereitung“, erklärt Volker Stauf die modifizierte Markenpositionierung. Erfreuliches Wachstum erzielte Stauf zusätzlich mit dem neuen Geschäftsfeld Sports, dass sich mit dem Sportstättenbau beschäftigt. Auch wenn es sich bei der Fußbodentechnik und dem Sportstättenbau um komplett getrennte Zielgruppen handelt, gibt es für Stauf produktionstechnische Überschneidungen. Das heißt, leicht modifizierte Klebstoffe können auch in dem anderen Geschäftsfeld eingesetzt werden. Man möchte gerne weitere Nischen besetzen, die aber noch nicht spruchreif sind.

Investition in Automationstechnik und Analytik

Stauf hat seit dem Umzug nach Wilnsdorf permanent in die Automationstechnik investiert. Der Geschäftsführung war es besonders wichtig, einen reproduzierbaren Produktionsprozess und damit eine gleichbleibende Produktqualität garantieren zu können. Dafür setzen die Siegerländer auf einen dreistufigen Kontrollprozess: Eingehende Rohstoffe werden bezüglich ihrer Identität, Reinheit und physikalischer Eigenschaften geprüft, der Produktionsprozess wird lückenlos überwacht und Kontrollprüfungen werden vor der Abfüllung durchgeführt. Eine Produktendkontrolle erfolgt vor der Auslieferung. 

Das eigene Selbstverständnis als Premium-Klebstoffhersteller sorgt dafür, dass man Fehlerquellen im Vorwege ausschließen möchte. Dr. Frank Gahlmann erklärt: „Wir setzen ausschließlich Rohstoffe namhafter, entsprechend qualifizierter Hersteller ein. Da es sich aber naturgemäß um technische Qualitäten handelt, müssen wir durch analytische Eingangsprüfungen sicherstellen, dass die spezifizierte Reinheit eingehalten ist.“ Man will auf Nummer sicher gehen, dass die gelieferten Stoffe den vereinbarten Güte entsprechen.

„Ja“ zu Umwelt- und Verbraucherschutz

Um die Einhaltung der Anforderungen an die Reinheit und das Emissionsverhalten der Produkte noch lückenloser überprüfen zu können, hat Stauf in den letzten Jahren in den Ausbau der eigenen Analytik investiert. Die Nachweise des Einhaltens der Anforderungen des Emicodes und der bauaufsichtlichen Zulassung konnten anfangs noch durch externe Prüfungen geführt werden. 

„Aufgrund des enormen Kostenanstiegs in diesem Bereich war es sinnvoll hier zu investieren, im Haus selber lückenlos zu prüfen und ergänzend in regelmäßigen Abständen externe Prüfkammermessungen durchführen zu lassen“, berichtet Dr. Gahlmann. Solange dies dem Umwelt- und Verbraucherschutz diene, bewertet man dies als sinnvoll. „Die angekündigte Geruchsprüfung ist allerdings relativ sinnlos, weil das Schutzniveau für den Verarbeiter und den Endkunden nicht erhöht wird“, kritisiert Dr. Gahlmann.

Engagement im Industrieverband Klebstoffe

Die Philosophie von Geschäftsführer Volker Stauf ist es, der Zeit immer ein Stückchen voraus zu sein: „Mit freiwilligen Selbstverpflichtungen kann man dem politischen Druck voraus sein und gleichzeitig zeigen, was technisch machbar ist. „Gerade als mittelständisches Unternehmen kann Stauf auf die Unterstützung des Industrieverbandes Klebstoffe zurückgreifen. Der Verband ist dabei auf das Engagement seiner Mitglieder angewiesen und auch Stauf leistet hierbei seinen Beitrag, indem Dr. Gahlmann der Technischen Kommission Bauklebstoffe (TKB) vorstehen darf. Dieses mit den maßgeblichen technischen Leitern der Verlegewerkstoffindustrie besetzte Gremium leistet wertvolle Arbeit zu technischen und regulatorischen Fragestellungen, auch in Abstimmung mit anderen Branchenverbänden.“

Für die Zukunft ist Stauf gut aufgestellt – davon ist Geschäftsführer Volker Stauf überzeugt: „Wir haben ein großes Potential, uns in der Zukunft weiter entwickeln zu können und jeden Tag etwas Neues zu machen.“

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