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10Jan2015
Fussbodenfuxx

Spot an für die Besten der Branche

Für einen Tag stellt der Zentralverband Parkett und Fußbodentechnik (ZVPF) junge Menschen in den Mittelpunkt. Beim Bundesleistungswettbewerb treten die besten Parkett- und Bodenleger gegeneinander an. Mit ihren Beeindruckenden Leistungen zeigen sie auf, was die Branche kann. Der Wettbewerb dient der Nachwuchsförderung und Nachwuchswerbung. Auch bei der 46. Auflage in Wilnsdorf, erstmals vor breitem Publikum, gibt es nur Sieger.

Elf junge Leute stehen an einem Sonntag freiwillig vor zwölf Uhr mittags auf und reisen bis zu 500 km nach Wilnsdorf. Im 21.000-Seelen-Ort am südlichen Zipfel des Siegerlandes steigt keine Megaparty, sondern der Bundesleistungswettbewerb der Parkett- und Bodenleger.

Die Teilnehmer aus acht Bundesländern treffen bereits am frühen Nachmittag ein, um in der Festhalle ihren Arbeitsplatz einzurichten. Anspannung? Fehlanzeige! Es herrscht eine lockere Atmosphäre. „Ich empfinde keinen Druck“, sagt der 21-jährige Konstantin Blum aus Kassel beim Drei-Gänge-Menü abends im Hotel. „Der Wettbewerb ist eine Zugabe auf die vorher geleistete Arbeit zur Gesellenprüfung. Es ist toll, sich mit anderen Parkettlegern messen zu können.“

Die anderen, das sind Florian Böhm, Jan Buchholz, Selina Klawohn, Nils Meyer, Christopher Peters und Dominic Töpfer. Hinzu kommen die Bodenleger Manfred Fischer, Marc Gruber, Tim Hesshaus und Borna Niroo. Sie sind die Landessieger in den beiden Berufsgruppen.

Der FussbodenFuxx hat die Teilnehmer einen Tag beim Bundesleistungswettbewerb begleitet und gibt die Höhen und Tiefen im Live-Ticker wieder.

7:00 Uhr: Die Prüflinge treffen in der Festhalle ein. Der Blick fällt auf Arbeitsplatz und Aufgaben für die nächsten sieben Stunden: Die Bodenleger sollen ein zuvor fein säuberlich ausgeschnittenes Stauf-Logo auf eine PVC-Platte kleben, außerdem ein Zweischichtparkett diagonal verlegen. Bei den Parkettlegern gilt es, in vier Stunden eine Parkett-Musterplatte aus Eiche und Nussbaum zu erstellen. Die besondere Herausforderung dabei: das Abziehen des Parketts mit einer Ziehklinge. Im Alltag kommt für diese Arbeit eher eine Schleifmaschine zum Einsatz. Am Nachmittag folgt das passende Zuschneiden eines PVC-Belags, der auf eine Spanplatte geklebt werden soll. Die Fuge zwischen Innenfläche und Außerfries muss am Ende thermisch verschweißt werden.

7:30 Uhr: Der Wettbewerb beginnt. Ab sofort sind handwerkliches Geschick und Kreativität gefragt. Erste Besucher betreten die von Gastgeber Stauf passende dekorierte Festhalle. Gespräche mit den Teilnehmern sind nicht erlaubt.

8:00 Uhr: Im Augenblick sind es vorwiegend die Eltern, die ihren Schützlingen über die Schulter schauen. Darunter Michael Blum, Vater von Konstantin. Er betreibt in Kalbach ein Fachbetrieb für Fußbodentechnik, ist Obermeister der Landesinnung Hessen – und „mächtig stolz“ auf seinen Sohn, der mittlerweile in den elterlichen Betrieb eingestiegen ist. Zeitgleich mit dem Start in die Lehre im September 2011 begann er ein Bachelorstudium im Bereich Handwerksmanagement an er Fachhochschule des Mittelstands (FHM) in Köln. Kurz nach dem Ende der Ausbildung schafft er auch den Abschluss als Betriebswirt des Handwerks und beginnt einen Kurs zum Parkettlegermeister in Weiterstadt. Müsste unterm Strich null Freizeit ergeben. Doch Konstantin Blum spielt noch Fußball und engagiert sich im örtlichen Karnevalsverein. Hut ab!

9:45 Uhr: Einige Mitarbeiter von Stauf tummeln sich inzwischen in den Gängen. Nicht ohne Grund: Der Verlegewerkstoffhersteller hat einen eigenen Design-Preis initiiert. Die Belegschaft soll nur klären: Wer hat die pfiffigsten Idee bei der Gestaltung? Für einen weiteren Preis sind alle Zuschauer aufgerufen, ihre Stimme für das gelungenste Gesellenstück abzugeben. Diese sind den ganzen Tag über im Foyer zu sehen.

10:30 Uhr: bis hierhin gilt ein Platz auf dem Treppchen für Selina Klawohn als sicher. Die Parkettlegerin arbeitet sehr genau, das Fugenbild ist klasse. Doch Unsicherheit an der Säge wirft sie von Minute zu Minute weiter zurück. Die Bremerin geht als einzige Frau in den Wettbewerb. Schon in der Berufsschule war sie allein unter Männern – und kann gar nicht so richtig nachvollziehen, warum sich nicht weitaus mehr Frauen für diesen Beruf entscheiden. Sie mag die Abwechslung bei der Arbeit, das Ergebnis am Ende des Tages. „Und ganz ehrlich: Riesige Teppichrollen könne die Männer genauso wenig alleine tragen“, meint die 22-jährige augenzwinkernd.

11:30 Uhr: vor über 20 Jahren hat Peter Fendt den Bundesleistungswettbewerb für sich entschieden. Jetzt ist er Bundesinnungsmeister. In seinem Vortrag lobt er, dass der Wettstreit erstmals öffentlich ist. „Das ist der richtige Weg, den Beruf mehr ins Rampenlicht zu rücken“, sagt er und schlägt eine künftige Austragung zusammen mit den Raumausstattern vor.

12:00 Uhr: Schüler der Berufsschule Gelsenkirchen werden per Bustransfer von der Festhalle ins Stauf-Werk befördert. Nach einer spannenden Führung durch die Hallen geht’s wieder zurück zum Wettbewerbsort.

13:00 Uhr: Konkurrenzdenken unter den Teilnehmern gibt es nicht. Der Besucher sieht, wie der eine den anderen unterstützt. „Wir haben viel diskutiert, wie man was lösen kann“, erzählt Marc Gruber, als er zum Mittagessen gehen will. Der 19-jährige Bodenleger aus Enkenbach kann die erste Arbeitsaufgabe noch vor Ablauf der Prüfungszeit erledigen.

13:30 Uhr: Die Pause ist beendet, die Teilnehmer sind wieder konzentriert bei der Sache. Es gibt noch viel zu tun bis die Schlussflagge fällt und die Prüfer Tobias Michalak, Heinz Brehm, Jörg Schülein und Christian Brück auf den Plan treten. Neben der technischen Ausführung bewerten sie auch die Ordnung am Arbeitsplatz.

14:00 Uhr: für weitere Lehrlinge, diesmal ist es eine Berufsschulklasse aus Gießen, steht eine Führung durch das Stauf-Werk an. Die Teilnehmer dagegen sind noch mit Feuereifer am Werk. Wenig später ist die Zeit um. Selina Klawohn ärgert sich darüber, dass sie ihre Stücke nicht fertigstellen konnte. Aber sie sagt auch: „Es war eine tolle Erfahrung.“ Wie die anderen erhält sie für die Teilnahme 3.000 Euro Fördermittel, die das Bundeswirtschaftsministerium für Weiterbildungsmaßnahmen zur Verfügung stellt. Die 21-jährige weiß bereits, wofür sie das Geld einsetzen will: „Ich strebe eine Fortbildung zur Holztechnikerin an.“ Während sie das mitteilt, ringt die Jury hinter verschlossenen Türen lange um jeden einzelnen Punkt.

15:00 Uhr: Michael Blum hat beim Vergleich der einzelnen Arbeiten ein gutes Gefühl. „Mein Sohn könnte es aufs Treppchen schaffen“, erzählt er bei Kaffee und Kuchen.

16:30 Uhr: Das Warten hat ein Ende. Volker Stauf, Geschäftsführer des gleichnamigen Verlegewerkstoffherstellers, zeigt sich begeistert von der gezeigten „Handwerkskunst auf höchsten Niveau“ und verkündet das Ergebnis: Bundessieger im Parkettlegerhandwerk ist Konstantin Blum. Er erhält auch den Design- und Zuschauerpreis. Als sein Name fällt, jubelt er. „Ich bin begeistert, 2016 für Deutschland an der Europameisterschaft teilnehmen zu dürfen“, sagt er freudestrahlend. Zur EM darf auch Marc Gruber fahren. Der Bodenleger aus der Pfalz wird in seiner Berufsgruppe Bundesleistungssieger und holt sich ebenfalls den Design- und Zuschauerpreis.

Während das Bodenlegergewerbe aufgrund nicht ausgeführter Teilbereiche der Prüfung keine weiteren Plätze besetzen kann, können noch zwei Parkettleger mit aufs Treppchen: Christopher Peters aus Bayern wird Zweiter, für Sachsen.

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