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01Jun2021

Verlegung von Holzpflaster. Anspruchsvoll, aber kein Hexenwerk!

Holzpflasterböden bieten mit den charakteristischen Jahresringen des Hirnholzes einen rustikalen Look und sind besonders belastbar. Artur Podkowa, Leiter der STAUF Anwendungstechnik, weiß um die spezifischen Anforderungen bei der Verlegung der nicht imprägnierten Holzklötze.

Aufgrund der spezifischen Eigenschaften von Holzpflasterböden sollen insbesondere beim Verlegen von gewerblichen Holzpflaster (GE) einige Vorkehrungen getroffen werden, um optimale Ergebnisse zu erzielen. So sollen beispielsweise die einzelnen Holzklötze auf keinen Fall zusammengepresst werden – es muss noch ausreichender Spielraum vorhanden sein, um das natürliche Quellen bei Zunahme der Raumluftfeuchte ausgleichen zu können. Hohe Festigkeiten sind bei der Aufnahme von Holzpflaster Voraussetzung für Estriche bzw. Estrichoberflächen, weswegen alte Untergründe oft nicht mehr für eine Verlegung geeignet sind. Die Festigkeit der Klötze sollte bei der Lieferung und dann beim Einbau kontrolliert werden. Auch das vorhandene Raumklima spielt eine besondere Rolle bei der Verlegung von Holzpflaster: Wichtig ist eine möglichst gleichbleibende Luftfeuchte im Raum. Ein konstantes Raumklima mit einer Luftfeuchte von 55 % und einer Temperatur von 21°C bietet nicht nur den späteren Nutzerinnen und Nutzern Vorteile, sondern verringert auch das Risiko für Fugenbildung im Holzpflaster. Sollte das Raumklima dauerhaft von diesen Werten abweichen, muss die Feuchte des Holzpflasters entsprechend angepasst bzw. im Vorfeld vorgegeben werden.

„Holzpflaster zu verlegen, ist anspruchsvoll, aber auch kein Hexenwerk. Wer sich im Vorfeld mit der späteren Nutzung des Holzpflasters, dem Untergrund, der Untergrundbeschaffenheit, den klimatischen Verhältnisse und Eigenschaften dieses ,besonderen Bodensʻ auseinandersetzt und den Klebstoff auf den späteren Einsatz abstimmt, der ist auf einem guten Weg“, so Artur Podkowa.  

Werein ideales Instrument zur Verklebung von Holzpflaster finden will, muss die Eigenschaften des Materials genau analysieren, betont Artur Podkowa, Leiter der Anwendungstechnik bei STAUF. „Zunächst einmal verlangt die im Vergleich zum Längsholz viel stärkere Saugfähigkeit des Hirnholzes nach einem sehr guten Benetzungsverhalten.“ Die Einlegezeit müsse ausreichend lang sein, um die schwierige Benetzung über einen für die Verlege-Praxis erforderlichen Zeitraum zu garantieren. Eine gute Streichbarkeit des Klebstoffs vereinfacht zudem die hohe Verlegeleistung im Holzpflasterbereich.

Da Holzpflaster ein isotropes, großes Quell- und Schwindmaß besitzt, sollte die vom Klebstoff erzeugte Holzquellung möglichst gering sein; die mechanischen Eigenschaften des Klebers zu denen des Hirnholzes passen. „Der Klebstoff soll das ungehinderte Quellen und Schwinden des Hirnholzes so gut wie möglich reduzieren, um unnötige Fugenbildung und Quelldruck in der Fläche zu vermeiden, er muss aber auch als spannungsmindernde Schicht dienen, um eine Überbeanspruchung des Untergrundes zu verhindern“, erklärt Podkowa. Vor allem im Industriebereich (gewerblicher Bereich bzw. Holzpflaster GE) müssen Holzpflasterklebstoffe gegen eine Reihe unterschiedlicher Einflüsse wie z.B. Zutritt von Wasser, Kühlflüssigkeiten, Benzin, Öl oder starke Klimaschwankungen beständig sein.

Je nach Einsatzbereich kommen unterschiedliche Klebstoffe zum Einsatz: Sowohl im repräsentativen Bereich als auch im Werkräumen empfehlen sich hartelastische Produkte. Sie sollten Holzquellung verhindern und ein ausgewogenes Maß an Elastizität mitbringen, um auch bei Veränderungen des Raumklimas eine sichere Verbindung zum Untergrund zu gewährleisten. Artur Podkowa ergänzt einen weiteren Aspekt: „Insbesondere durch das Weglassen migrationsfähiger Bestandteile sind die Verarbeiter geschützt vor späteren Beanstandungen in Form von Wechselwirkungen mit Oberflächenbehandlungsmitteln.“ Der Klebstoffhersteller aus dem Siegerland empfiehlt für die Verklebung von Holzpflaster im repräsentativen Bereich neben seinen 1K-Polymer-Parkettklebstoff SMP 950 auch den 2K-Polyurethanklebstoff PUK 446 sowie den 1K-Polyurethanklebstoff PUK 455.

Im GE-Bereich werden hingegen vorwiegend weichplastische Dispersionsklebstoffe eingesetzt, da dort die Belastung durch Stapler- und Fahrverkehr besonders hoch ist. STAUF HPK wurde speziell für die Verklebung von Holzpflaster GE („Gewerblich“) entwickelt. Der Klebstoff unterstützt die gute Rutschhemmung, die hohe Verschleißfestigkeit und die geringe elektrische Leitfähigkeit von Holzpflaster optimal. STAUF empfiehlt hier etwa seinen imprägniermittel- und ölbeständigen HPK-Klebstoff. Artur Podkowa: „Durch die weichplastische Mechanik werden die hohen Spannungen bzw. Volumenänderungen der Holzpflasterelemente, ausgehend von klimatischen Veränderungen der Raumluft, so gut wie möglich abgefangen. Hierbei wird der Untergrund geschont und bricht nicht. Und sollte sich ein einzelner Klotz durch zu hohe Belastung lösen, kann er einfach nachgeklebt werden.

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